Eine schiefe Schulter, ein schmerzender Rücken, ein Kind, das sich beim Stehen krümmt – oft steckt eine Fehlstellung der Wirbelsäule dahinter. Um das zu klären, war früher meist eine Röntgenaufnahme nötig. Heute reicht dafür oft ein Verfahren ganz ohne Strahlenbelastung: die strahlenfreie Haltungsanalyse mittels 3D-Wirbelsäulenscan. Was Sie alles über diese Methode wissen müssen, für wen sie sich eignet und wo die Grenzen liegen, erfahren Sie in diesem Blogtext.
Was ist ein 3D-Wirbelsäulenscan?Der 3D-Wirbelsäulenscan basiert auf der sogenannten Videorasterstereografie. Ein Projektor wirft dabei ein feines Lichtraster auf den unbekleideten Rücken. Eine Kamera erfasst präzise, wie sich dieses Raster auf der Körperoberfläche verformt. Aus diesen Daten berechnet eine Software ein dreidimensionales Modell des Rückens und rekonstruiert daraus den Verlauf der Wirbelsäule, die Beckenstellung und mögliche Rotationen einzelner Wirbelkörper. Das Verfahren kommt dabei komplett ohne Röntgenstrahlen aus. Genutzt wird ausschließlich Licht – die Untersuchung ist deshalb beliebig oft wiederholbar, ohne dass eine Strahlenbelastung oder ähnliche Risiken entstehen. |
QUELLE: KI-generiert |
Für die Messung stellt sich der Patient vor das Gerät, welches aus einem Projektor und einer Kamera besteht. Die eigentliche Aufnahme benötigt nur einige Sekunden. Anschließend werden die gewonnenen Daten von einer speziellen Software automatisch ausgewertet. Am Computer entsteht ein präzises Bild Ihrer Wirbelsäule und Körperstatik. Dr. med. Tobias Riedel und Prof. Dr. med. Sandra Utzschneider besprechen die Ergebnisse der Untersuchung direkt mit Ihnen und ordnen sie in den Kontext Ihrer Beschwerden ein.
Da keine Strahlenbelastung entsteht, ist das Verfahren für nahezu alle Altersgruppen geeignet –vor allemfür Kinder, Jugendliche und Schwangere. Typische Anwendungsbereiche sind:
Der 3D-Scan liefert eine Momentaufnahme Ihrer Wirbelsäule im Stand. Die 4D-Variante geht einen Schritt weiter: Hier werden mehrere Aufnahmen innerhalb kurzer Zeit erfasst und gemittelt. Dies ermöglicht es, Haltungsschwankungen bei der Analyse auszuklammern und die Bewegungsmuster besonders präzise abzubilden. Insbesondere für die Verlaufskontrolle über mehrere Termine hinweg ist die Methode daher sehr gut geeignet.
Die strahlenfreie Haltungsanalyse ersetzt nicht in jedem Fall eine Röntgenaufnahme oder ein MRT. Sie erfasst die äußere Rückenoberfläche und leitet daraus die Wirbelsäulenposition ab – knöcherne Strukturen im Detail oder Bandscheiben lassen sich damit nicht direkt beurteilen. Wenn eine solche strukturelle Veränderung vermutet wird, etwa bei einem Bandscheibenvorfall, ist eine bildgebende Diagnostik, etwa in Form eines Röntgenscans, weiterhin notwendig. Auch bei der Skoliose ist in manchen Fällen trotzdem eine Röntgenaufnahme erforderlich. Der 3D-Scan ist daher vor allem eine sinnvolle Ergänzung zur körperlichen Untersuchung – kein alleinstehender Ersatz für alle diagnostischen Fragestellungen.
Die strahlenfreie Haltungsanalyse per 3D-Wirbelsäulenscan liefert in wenigen Sekunden ein präzises Bild Ihrer Körperstatik – ganz ohne Röntgenstrahlen. Insbesondere für Kinder oder Schwangere ist die Methode eine gute Alternative zu anderen Bildgebungsverfahren. Aber auch für regelmäßige Kontrolluntersuchungen ist unsere strahlenfreie Wirbelsäulendiagnostik gut geeignet. Ob die Untersuchung bei Ihren Beschwerden sinnvoll ist, klären unsere Spezialisten Dr. med. Tobias Riedel und Prof. Dr. med. Sandra Utzschneider vorab mit Ihnen im Gespräch. Buchen Sie doch gerne einen Termin bei uns.
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