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Ellenbogen

Der Ellenbogen wird unendlich oft bei Alltagsbewegungen und beim Sport eingesetzt, ist unermüdlich in Bewegung und dementsprechend gefordert. Das von seinem Aufbau her komplexe Gelenk, das aus mehreren Anteilen besteht, ist unerlässlich für die reibungslose Funktion des Armes, der Schulter und des Handgelenkes. Die Gelenke ermöglichen nicht nur ein Beugen und Strecken des Unterarmes, sondern ermöglichen zudem die Umwendebewegung des Unterarmes. Unterschieden werden müssen entzündliche Erkrankungen wie die Schleimbeutelentzündung (Bursitis olecrani) oder der Tennisarm/Golferarm (auch Tennis-Ellenbogen oder Golfer-Ellenbogen genannt) von Verletzungen oder chronischen Erkrankungen wie dem Verschleiß des Ellenbogens (Ellenbogen-Arthrose). Nicht zuletzt wird der Ellenbogen und auch Unterarm bei heutzutage unerlässlichen Computerarbeiten (sog. „Mousearm oder Mausarm“) und auch beim Tippen am Tablet oder auf dem Handy vermehrt beansprucht, so dass es auch nicht selten dadurch zum Tennis-Ellenbogen oder Golfer-Ellenbogen kommen kann.

Damit Ihre Ellenbogenschmerzen nicht zur Dauerbelastung werden, untersucht Sie Prof. Utzschneider, Facharzt für Orthopädie, ausführlich und bespricht mit Ihnen individuelle Therapiemöglichkeiten.

Tennis- und Golferarm
Epicondylitis humeri radialis und ulnaris

Dem Tennisarm (Tennisellenbogen, Epicondylitis humeri radialis) sowie dem Golferarm oder Golferellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) sind eine andauernde Überbelastung der Muskulatur im Bereich von Ellenbogen bzw. Unterarm gemeinsam. Als Folge bilden sich feine Risse im Bereich des Sehnenansatzgewebes. Dies führt zu einem schmerzhaften und entzündlichen Reizzustand der Sehnenansätze und der Unterarmstreck- bzw. -Unterarmbeugemuskulatur am jeweiligen Knochenvorsprung (Epikondylus) des Ellenbogens. Viele Betroffene, die unter den typischen Beschwerden leiden, haben niemals Tennis oder Golf gespielt, oft ist eine chronische Überlastung berufsbedingt („Haltung der Mouse“ am PC, sog. Mousearm oder Mausarm). Die Patienten mit einem Tennisarm bzw. einer Epikondylitits humeri radialis haben Schmerzen im Bereich des Ellenbogens oder Unterarmes beim kraftvollen Einsatz ihrer Hand. Selbst das Halten eines nur leichten Gegenstandes (Kaffeetasse) kann äußerst schmerzhaft sein oder ist gar unmöglich. Ähnliches gilt für den Golferellenbogen (Epicondlitis humeri ulnaris). Hier sind die Beschwerden jedoch an anderer Stelle lokalisiert. Bei einer Epikondylitis am Ellenbogen gilt es, die Belastung zu reduzieren und damit die Ursache des entzündlichen Reizzustandes zu beseitigen. Der beruflich Exponierte sollte seine Arbeitsplatzbedingungen optimieren bzw. umstellen. Des Weiteren gibt es eine Reihe von konservativen Therapiemethoden, die meist in Kombination gut helfen (Ruhigstellung, entzündungshemmende Medikamente, physikalische Therapie wie Kältebehandlung, Elektrotherapie, Ultraschall und bestimmte Massagetechniken (Querfriktion). Dehnübungen der Muskulatur kommen genauso zum Einsatz wie Injektionen, die Stoßwellenbehandlung und auch alternative Ansätze wie die Akupunktur. Eine Ergänzung durch eine Tennisarm-Bandage bzw. Epicondylitis-Spange (= spezielles orthopädisches Hilfsmittel, das eine Entlastung der Sehnenansätze im Ellenbogen unterstützen) ist oft sinnvoll. Ein moderner Therapieansatz ist die bestens verträgliche Injektion von körpereigenem Plasma mit Reparaturfaktoren aus dem Eigenblut (PRP, Eigenbluttherapie, Plasmatherapie) des Patienten direkt in das veränderte Sehnenareal, um das Heilungspotential des Körpers zu unterstützen. Nur in seltenen Fällen ist eine Tennisarm-OP oder Golferarm-OP notwendig (OP nach Wilhelm).

Damit Ihr lästiger Tennis- oder Golferarm schnellstmöglich der Vergangenheit angehört, leitet die Orthopädin, Prof. Utzschneider, umgehend eine maßgeschneiderte Therapie für Sie ein.

Schleimbeutel­entzündung am Ellenbogen
Bursitis olecrani

Die Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen (Bursitis olecrani) entsteht durch Verletzungen, Infektionen oder Dauerreizungen. Ellbogen, Schulter und Kniegelenk sind die häufigsten Lokalisationen für eine Schleimbeutelentzündung. Bei einer Bursa (Schleimbeutel) handelt es sich um eine Art Polster zwischen Haut und Knochen, um diesen zu schützen. Eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen ist eine relativ harmlose Erkrankung, die gut behandelt werden kann. Ein Sturz oder Aufprall, aber auch eine Reizung, z.B. hervorgerufen durch permanentes Aufstützen auf den Ellenbogen, können eine Entzündungsreaktion des Schleimbeutels am Ellenbogen auslösen. Eine gezielte, frühzeitige Behandlung ist in jedem Fall dringend erforderlich. Bei einer Bursitis am Ellenbogen finden sich die typischen Entzündungszeichen: eine schmerzhafte Rötung und Schwellung durch vermehrte Flüssigkeitsbildung, im Falle einer bakteriellen Infektion auch Eiterbildung. Im Gegensatz zur akuten Schleimbeutelentzündung, die sehr schmerzhaft sein kann, verläuft eine chronische Bursitis gerne auch mal schmerzarm, deshalb bleibt sie länger unerkannt. Wichtig ist eine genaue Abklärung der Ursache, nach der sich auch die Behandlung richtet. Oft hilft eine konservative Behandlung mit Ruhigstellung (Schiene oder Gipsverband) und entzündungshemmende Medikamente sowie physikalische Therapie (z.B. Kältebehandlung, Elektrotherapie, Ultraschall). In manchen Fällen kommt als Therapie auch die Punktion oder Kortisoninjektion in Frage. Geht die Entzündung mit den genannten Maßnahmen nicht zurück oder beginnt sich eine eitrige Bursitis herauszubilden, wird eine Operation (Schleimbeutelentfernung, Bursektomie) und Therapie mit Antibiotika notwendig. Dabei wird normalerweise der Schleimbeutel vollständig entfernt.
Weitere Schleimbeutelentzündungen können durch Anpassung von Alltagsgewohnheiten in den meisten Fällen vermieden werden.

Eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen sollte zügig behandelt werden. Prof. Utzschneider hilft Ihnen als Orthopäde, bei Ellenbogenbeschwerden schnell wieder gesund zu werden.