ÖFFNUNGSZEITEN
MO - FR
08:00 - 19:00 UHR

NACH VEREINBARUNG

Hand

Hand und Finger sind gleichermaßen komplex wie feingliedrig aufgebaut. Durch ihren unendlichen Einsatz im Alltag stellt ein Problem der Hand oder einzelner Finger eine große Einschränkung für den jeweiligen Patienten dar. Akute Erkrankungen wie die Sehnenentzündung oder Sehnenscheidenentzündung schmerzen bei jeder Bewegung und beeinträchtigen den Patienten stark im Alltag. Bei chronischen Erkrankungen wie dem schnellenden Finger, dem Morbus Dupuytren, dem Carpaltunnelsyndrom (CTS) und Arthrosen des Daumensattelgelenkes (Rhizarthrose) sowie der Arthrosen der Fingergelenke kommt die Beeinträchtigung der Funktion hinzu.

Die Orthopädin, Prof. Utzschneider, berät Sie gerne bei Handschmerzen bezüglich unterschiedlicher Therapiemöglichkeiten.

Schnellender Finger

Beim schnellenden Finger (Schnappfinger, Springfinger, Tendovaginitis stenosans, Digitus saltans) handelt es sich um eine Erkrankung, bei der die Beugesehnen bzw. die Sehnenscheide eines Fingers verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband gleiten können (sogenannte Ringband-Stenose). Durch Verschleiß oder Überlastung schwillt das Sehnengleitgewebe an. Dadurch kommt es zu einem schmerzhaften Schnappen des Fingers beim Beugen oder beim Strecken in die Normalposition, zum Strecken muss oft nachgeholfen werden.

Bei Kleinkindern kommt eine angeborene Variante dieser Erkrankung am Daumen vor, der Pollex flexus congenitus (angeborener gekrümmter Daumen) genannt wird. Bei dieser Variante steht der Daumen am Endglied in Beugestellung. Typisch ist das unangenehme Schnappen des Fingers bei Beugung bzw. Streckung, eine flüssige Bewegung ist nicht mehr möglich im betroffenen Gelenk.

Beim Ertasten des betroffenen Gelenkes verspürt der Patient einen unangenehmen Schmerz oder der Untersucher kann ein Knötchen im Sehnenbereich vor dem Ringband ertasten. In fortgeschrittenen Stadien kann der betroffene Finger in Beuge, seltener auch in Streckstellung, blockiert bleiben und nicht mehr aktiv bewegt werden. Eine frühe konservative Behandlung besteht aus entzündungshemmenden Medikamenten oder Injektionen, um die Schwellung zu reduzieren sowie der lokalen Kältetherapie. Zusätzlich sollte eine gezielte Physiotherapie, Handtherapie, erfolgen, um muskuläre Dysbalancen und die muskulären Überlastungen zu beseitigen. Leider ist oft ein kleiner, minimalinvasiver Eingriff erforderlich, der die Engstelle beseitigt. Hierzu wird das Ringband eingeschnitten, so dass die betroffene Sehne wieder ohne Widerstand gleiten kann und der Finger wieder schmerzfrei bewegt werden kann.

Prof. Utzschneider, Orthopäde, berät Sie bei einem schnellenden Finger zügig und leitet umgehend eine passende Therapie ein.

Sehnenentzündung
Sehnenscheidenent­zündung
Tendovaginitis

Die Tendovaginitis (Peritendinitis, Paratendinitis) ist eine Entzündung der Sehnenscheiden, welche sehr schmerzhaft sein kann. Vor allem durch Überlastung im Beruf oder auch durch Sport kommt es zu ziehenden Schmerzen im Bereich des Handgelenkes oder Unterarmes. Dies kann dazu führen, dass der betroffene Patient schmerzbedingt unfähig ist, Gegenstände zu halten. Prinzipiell kann die Sehnenscheidenentzündung überall dort auftreten, wo Sehnenscheiden existieren, z.B. auch am Sprunggelenk. Die sogenannte Tendovaginitis de Quervain bezeichnet eine spezifische Entzündung am Übergang des Unterarmes zum Handgelenk. Durch eine Überlastung ist besonders das Abspreizen des Daumens unangenehm schmerzhaft. Die Erkrankung kommt gehäuft bei SMS- oder WhatsApp-Vielschreibern vor, genauso wie bei jungen Müttern, die ihr Kind viel auf dem Arm tragen. Bei allen Tendovaginitiden, Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündungen, kommt es zu plötzlich einschießenden bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich der betroffenen Sehne. Zudem können sich sicht- oder tastbare Schwellungen bemerkbar machen. Die Beschwerden können derart ausgeprägt werden, dass ein Einsetzen der betroffenen Hand oder des betroffenen Unterarmes im Alltag nicht mehr möglich ist. Primär erfolgt meist die Ruhigstellung der betroffenen Sehne (Bandage, Manschette, Gipsschiene) sowie physikalische Maßnahmen (Elektrotherapie, Kältetherapie), ergänzt von entzündungshemmenden Medikamenten oder auch Injektionen. Hier kommt immer mehr die sogenannte Plasmatherapie (PRP, Eigenbluttherapie) zum Einsatz, die auf natürliche Weise die Heilung des strapazierten Gewebes fördern kann. Im Bereich der Hand und des Unterarmes wird die Therapie oft durch Ergotherapie ergänzt. Nur selten kommt es unter der konservativen Therapie nicht zur Heilung, nur dann wird ein kleiner operativer Eingriff notwendig.

Damit Sie Ihre Hand bei einer Sehnenentzündung möglichst schnell wieder schmerzfrei einsetzen können, bespricht die Orthopädin, Prof. Utzschneider, ausführlich die vorhandenen Therapieoptionen.

Carpaltunnelsyndrom (CTS)

Beim Carpaltunnelsyndrom (Carpaltunnelsyndrom, CTS, Brachialgia paraesthetica nocturna, Medianuskompressionssyndrom der Hand) handelt es sich um eine Einengung des Nervus medianus im Bereich der Handwurzel. Die Erkrankung ist so benannt, weil der betroffene Nerv durch den sogenannten Karpaltunnel oder Karpalkanal im Bereich der Handwurzel bzw. des Handgelenkes verläuft. Wenn es zu einer Schwellung in diesem Bereich kommt, was durch eine Überbeanspruchung der Hand durch Arbeiten z.B. am PC oder auch sportliche Überlastung sowie hormonelle Einflüsse (Carpaltunnelsyndrom bei Frauen während oder nach der Schwangerschaft oder bei Frauen in den Wechseljahren) entsteht, kommt es zur Einengung und längerfristig auch Schädigung des Nervens.

Die Patienten berichten über Missempfindungen sowie Gefühlsstörungen der vom Nervus medianus versorgten Finger. Es wird vom Einschlafen der Finger und der Hand, meist nachts, berichtet sowie von ziemlich unangenehmen nächtlichen Schmerzen, die teilweise bis in den Unter- oder Oberarm ausstrahlen können. Typisch ist, dass der Patient aufwacht und sich dann die Hände reiben oder ausschütteln muss, damit die Schmerzen nachlassen. Im Spätstadium können aufgrund der entstehenden Kraftlosigkeit direkt Gegenstände aus der Hand fallen. Eine umfangreiche klinische Untersuchung sowie ein Röntgenbild und ggf. auch elektrophysiologische Untersuchungen (Elektromyographie, Nervenleitgeschwindigkeit) führen zur eindeutigen Diagnose. Eine konservative Therapie ist möglich mit einer Ruhigstellung des Handgelenkes, z.B. nachts auf einer Schiene (Nachtlagerungsschiene), ergänzt von medikamentöser Therapie mit abschwellenden Substanzen oder auch Injektionen. Physikalische Maßnahmen wie Kälte, Wärme oder Elektrotherapie können die Beschwerden lindern. Tritt unter der konservativen Therapie keine Verbesserung der Beschwerden ein, muss eine kleine Operation zur Befreiung des eingeengten Nervens durchgeführt werden.

Prof. Utzschneider untersucht und berät Sie gerne bei Verdacht auf ein Carpaltunnelsyndrom.

Morbus Dupuytren

Beim Morbus Dupuytren kommt es unter der Haut der Hohlhand zu einer Strang- und Knotenbildung des Bindegewebes, welche eine Beugung des Fingers nach sich zieht, d.h. es besteht die Unfähigkeit, den betroffenen Finger zu strecken (Dupuytren-Kontraktur). Die Ursache ist nach wie vor unklar. Der Verlauf beträgt oft mehrere Jahre. Meist sind der Ring- und/oder Kleinfinger betroffen. Die Patienten leiden weniger unter Schmerzen bei einem Morbus Dupuytren als vielmehr unter dem großen Leidensdruck, alltägliche Handgriffe im Alltag, z.B. Fassen eines Glases, aufgrund der zunehmenden Beugestellung nicht mehr durchführen zu können. Da sich das Fortschreiten der gutartigen Erkrankung, sprich die knotige Bindegewebsvermehrung, nicht aufhalten lässt, ist die konservative Therapie wenig erfolgversprechend. Deshalb wird zur operativen Therapie mit Entfernung des Bindegewebes geraten. Ziel der Operation ist, die Bewegungsfähigkeit der betroffenen Finger komplett wiederherzustellen. Ein zu langes Warten bis zur OP sollte vermieden werden, die OP ist dann vorzunehmen, wenn die Hand nicht mehr flach auf den Tisch gelegt werden kann.

Prof. Utzschneider, Facharzt für Orthopädie, untersucht Sie gerne bei Verdacht auf Morbus Dupuytren und legt mit Ihnen gemeinsam eine sinnvolle Therapie fest.

Arthrose Fingergelenke

Als Auslöser für eine Fingerarthrose kommen Überbelastungen der Hände beziehungsweise der Finger, berufsbedingt oder durch sportliche Belastung, in Frage, aber auch genetische Faktoren oder hormonelle Einflüsse. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Die Fingerarthrose ist, wie jede Arthrose, eine Verschleißerscheinung des Gelenküberzuges (Gelenkknorpel). Oft sind mehrere Finger oder beide Hände betroffen. Je nachdem, welches Gelenk (Grund-, Mittel- oder Endgelenk) betroffen ist, haben die Erkrankungen auch Eigennamen (Bouchard-Arthrose, Heberden-Arthrose). Bewegungseinschränkung und Schmerzen in den Fingergelenken bei Bewegungen im Alltag sowie eine Deformierung der Finger durch eine Fehlstellung der Gelenke sind typische Symptome der Fingerarthrose. Charakteristisch sind die sogenannten Heberden-Knoten, kleine knorpelig-knöcherne Wucherungen streckseitig an den Endgelenken der betroffenen Finger, die oft lokal entzündlich verändert sind. Die Diagnose kann in der Regel direkt aufgrund der klassischen Veränderungen gestellt werden. Als konservative Therapieansätze kommen verschiedene Verfahren in Betracht, deren Ziel es ist, die Schmerzen im betroffenen Gelenk zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Hierzu zählen auch Alternativmethoden wie die Akupunktur, ergänzt von entzündungshemmenden Medikamenten sowie Krankengymnastik (Handtherapie) und Ergotherapie. Die Injektion von Platelet rich Plasma (PRP, Eigenbluttherapie, körpereigene Wachstumsfaktoren, die aus dem Eigenblut des Patienten gewonnen werden) stellt ein modernes Therapieverfahren dar, das antientzündliches und selbstregenerierendes Potential besitzt. Nur bei fortgeschrittener Erkrankung können in Einzelfällen operative Eingriffe wie eine Fingergelenkprothese oder auch eine Versteifung des betroffenen Fingergelenks in einer funktionell günstigen Position notwendig werden.

Prof. Utzschneider, Orthopäde, hilft Ihnen, die Ursache für Ihre Fingerschmerzen zu finden und ggf. eine vorhandene Fingerarthrose frühzeitig zu behandeln.

Arthrose Daumensattelgelenk
Rhizarthrose

Wie bei allen Arthrosen (Gelenkverschleiß) handelt es sich um einen Verschleiß des Gelenkknorpels im betroffenen Gelenk, in dem Fall dem Sattel- oder Wurzelgelenk des Daumens. Die Erkrankung einer Arthrose kann sehr schmerzhaft sein und der betroffene Patient ist beim Ausführen alltäglicher Tätigkeiten erheblich beeinträchtigt. Die Schmerzen treten vor allem bei Bewegungen der Hand, z.B. Flaschen öffnen, auf, das Gelenk kann anschwellen. Die Diagnose muss durch ein Röntgenbild gesichert werden. Je nach Stadium der Erkrankung kommen verschiedene konservative Therapieverfahren für eine Daumensattelgelenksarthrose in Betracht. Allen gemeinsam ist es zum einen, die Schmerzen zu lindern, und zum anderen, das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen. Hierzu zählen physikalische Maßnahmen wie Elektrotherapie und Kältetherapie sowie Krankengymnastik (Handtherapie) und Ergotherapie als auch entzündungshemmende Medikamente sowie Injektionen. Nur bei einer fortgeschrittenen Erkrankung ohne Therapieerfolg sollte ein operativer Eingriff erwogen werden.

Lassen Sie sich bei Verdacht auf Arthrose des Daumens von Prof. Utzschneider, Facharzt für Orthopädie, zügig bzgl. möglicher Therapiewege beraten.