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Wirbelsäule

Die Wirbelsäule, bestehend aus Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, stellt nicht nur die knöcherne Mitte des Körpers dar, sondern auch das zentrale Achsorgan des Menschen. Zudem umhüllt die Wirbelsäule das im Wirbelkanal liegende Rückenmark mit zahlreichen Nerven, die vor allem für Gefühl und Motorik verantwortlich sind und die Bewegung von Armen und Beinen überhaupt erst ermöglichen. Probleme im Bereich der Wirbelsäule sind mannigfaltig und reichen von schmerzhaften, sehr unangenehmen, wenn auch harmlosen, muskulären Verspannungen im Nacken- oder Lendenbereich bis hin zu Verschleißerscheinungen der Bandscheiben (Osteochondrose) oder der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenkarthrose), Bandscheibenvorfällen oder der Verengung des Wirbelkanales (Spinalstenose). Neben einer ausführlichen Anamnese und einer umfassenden körperlichen Untersuchung kann eine strahlungsfreie 4D-Wirbelsäulenvermessung helfen, die Ursache für die Beschwerden zu erkennen.

Prof. Utzschneider, Orthopädin in München, hat sich auf die Differentialdiagnostik der Wirbelsäule spezialisiert und wendet ein auf den Patienten individualisiertes Behandlungskonzept bei Wirbelsäulenleiden an.

Nackenschmerz

Als Hauptursache für den Nackenschmerz wird eine Überlastung der Nacken-, Schulter- oder Rückenmuskulatur, insbesondere der tiefen Rückenmuskulatur (autochthone Rückenmuskulatur), sowie Haltungsprobleme gesehen. Die komplexe Anatomie der Halswirbelsäule sowie der angrenzenden Muskulatur macht den Nacken umso anfälliger für Störungen, welche in der Regel zu akuten oder chronischen Schmerzen, ggf. Bewegungseinschränkungen und Muskelverhärtungen führen können.

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Rückenschmerz
Lumbago

Rückenschmerzen kommen im Bereich der Lendenwirbelsäule deutlich gehäuft vor (Kreuzschmerzen, Lumbalgie, Lumbago, LWS-Syndrom) im Vergleich zur Brustwirbelsäule. Die Ursachen sind mannigfaltig. Es bedarf der genauen Abklärung und genauen Diagnostik durch den Spezialisten, was ursächlich für die jeweiligen Beschwerden ist. Vor allem regelmäßiges Heben schwerer Gewichte oder einseitige Körperarbeit führen zu einer Mehrbelastung der Bandscheiben oder Wirbelgelenke, genauso wie langes Sitzen.

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Ischiasschmerz
Lumboischialgie

Untern dem sogenannten Ischiasschmerz versteht man eine Reizung des Nervus ischiadicus, der bei Dehnung des entsprechenden Nerves verstärkt wird. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig. Der Nerv verläuft vom Rückenmark bis ins Bein bzw. in die Zehen, so dass die Schmerzsymptomatik ebenfalls bis zum äußersten Fuß ausstrahlen kann. Typisch für den Ischiasschmerz oder auch eine Lumboischialgie sind Schmerzen im unteren Rückenbereich (LWS), die bis in die Beine oder Zehen ausstrahlen können und sich beim Niesen, Husten oder Pressen verstärken können. Begleitet können diese Beschwerden von Gefühlsstörungen, Kribbelgefühlen oder Lähmungen sein bis hin zu Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung. Die Ursachen reichen von harmlosen muskulären Verspannungen, blockierten Wirbelkörpern, dem sogenannten Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), einer Facettengelenksarthrose (Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, Spondylarthrose) über eine Bandscheibenvorwölbung (Bandscheibenprotrusion) bis hin zum Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps), oder einer Verengung des Wirbelkanals (Spinalstenose.

Die Therapie richtet sich streng nach der Ursache für den Ischiasschmerz. In der Regel ist hier neben einer genauen Erhebung der Krankengeschichte und einer eingehenden Untersuchung auch eine weitere Bildgebung (meistens MRT, Kernspintomographie) notwendig, um die Ursache abzuklären. Symptomatisch helfen Schmerzmittel, Muskelrelaxantien und ggf. Infiltrationen), genauso wie physikalische Therapie und Krankengymnastik sowie Akupunktur. Nur bei Versagen der konservativen Therapie wird eine operative Intervention, meistens minimalinvasiv, notwendig. Bei Auftreten von Lähmungen oder Störungen der Blasen- oder Darmentleerung muss in der Regel eine notfallmäßige Operation durchgeführt werden, um eine Langzeitschädigung zu verhindern.

Prof. Utzschneider erkennt als Orthopädin und Expertin auf dem Gebiet der Wirbelsäulenerkrankungen Ihr persönliches Problem und arbeitet für Sie eine maßgeschneiderte Behandlungsmethode aus.

Bandscheibenvorfall
Banddscheiben­prolaps
BSP
Discusprolaps
Diskushernie

Ein Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps, BSB, Diskushernie, Diskusprolaps) muss grundsätzlich von einer Bandscheibenprotrusion (leichte Vorwölbung) unterschieden werden. Durch Überlastung oder Fehlbelastung kommt es relativ früh im Leben zur Vorschädigung der Bandscheiben, das Haupterkrankungsalter liegt zwischen 30 und 40 Jahren.

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Wirbelgelenks­arthrose
Facettengelenks­arthrose

Durch chronische Überlastungen kommt es zu verschleißbedingten Veränderungen im Bereich der sogenannten kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke, Wirbelbogengelenke). Diese chronische Überlastung kommt vor allem im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule vor. Bei chronischer Mehrbelastung der Wirbelgelenke kommt es zu deren Abnutzung, es entsteht eine Arthrose, ein Gelenkverschleiß dieser Gelenke. Bewegungs- und belastungsabhängige Beschwerden (Anlaufschmerz) sowie Schmerzen z.B. beim Bücken sind typisch für die Facettengelenke. Durch eine Vergrößerung bzw. Verbreiterung dieser Wirbelgelenke kann es zu einer Einengung der im Wirbel­kanal verlaufenden Nerven bzw. des Rückenmarks kommen, was letztendlich auch zu einer ausstrahlenden Symptomatik im Sinne von Schmerzen in den Armen oder Beinen führen kann (Spinalstenose). Symptomatisch können Facettengelenksarthrosen gut mit gezielten, röntgenbasierten Infiltrationen und physikalischer Therapie behandelt werden. Gezielte Injektionen direkt in die Facettengelenke bzw. eine Denervierung dieser Wirbelgelenke (Thermokoagulation) kann die Beschwerden erheblich bessern oder komplette Schmerzfreiheit bringen. Nur in seltenen Fällen wird eine Arthrose der Wirbelgelenke operativ angegangen.

Prof. Utzschneider  kennt sich mit dem gesamten Spektrum der konservativen Behandlungsformen von Wirbelsäulenerkrankungen bestens aus und ist Expertin für Wirbelsäuleninfiltrationen.

Bandscheiben­verschleiß
Osteochondrose

Bei der Osteochondrose handelt es sich vor allem um eine Verschleißerkrankung der Bandscheiben, begleitet vom Verschleiß der angrenzenden Wirbelkörper. Die Bandscheiben verlieren im Lauf des Lebens ihre Form und Elastizität, so dass es zu einer damit einhergehenden Höhenminderung der Bandscheibe zwischen zwei Wirbelkörpern kommen kann. Die Beschwerden bei der Osteochondrose sind höchst unterschiedlich und reichen von einem Zufallsbefund auf dem Röntgenbild oder der kernspintomographischen Aufnahme bis hin zu stärksten ausstrahlenden Schmerzen in die Beine. Oft kommt es zu reinen tiefsitzenden Rückenschmerzen. Drückt die Formveränderung in Richtung einer Nervenwurzel bzw. führt diese zur Verengung des Rückenmarkskanals, kommt es zu ausstrahlenden Schmerzen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs, d.h. im Bereich der Lendenwirbelsäule zur Ausstrahlung des Schmerzes in die Beine, im Bereich der Halswirbelsäule zur Ausstrahlung des Schmerzes in die Arme, Hände, Finger. Eine Osteochondrose ist in der Regel eine verschleißbedingte, degenerative Veränderung, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Symptomatisch helfen Schmerzmittel sowie Infiltrationen und physikalische Therapie mit Kälte- oder Wärmeanwendungen und Elektrotherapie. Diese werden oft von krankengymnastischen Übungsbehandlungen, manueller Therapie sowie Massagen und ggf. auch Akupunktur begleitet. Nur bei Versagen der konservativen Therapie muss dem betroffenen Patienten ein auf ihn abgestimmtes operatives Vorgehen empfohlen werden. Dieses kann die Entfernung von Gewebe sein, das auf einen austretenden Nerv drückt oder eine versteifende Operation bis hin zu einer Bandscheibenprothese.

Prof. Utzschneider, Facharzt für Orthopädie, ist eine erfahrene Spezialistin für die Behandlung Ihres Rückenschmerzes in München. Nach einer Problemanalyse unterbreitet Sie Ihnen individualisierte Behandlungsoptionen, um baldmöglichst Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Wirbelkanal­verengung
Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose ist eine Verengung des Rückenmark- oder Wirbelkanals und wird deshalb als Spinalkanal- oder Wirbelkanalstenose bezeichnet. Die Ursachen hierfür sind meistens verschleißbedingte Veränderungen der angrenzenden Wirbelkörper, Wirbelgelenke oder auch Bandscheiben. Letztendlich kann jedoch jede andere Ursache wie eine Einblutung, Entzündung oder auch ein Tumor zu den gleichen Beschwerden und einer Einengung des Wirbelkanals führen. Meistens beklagen die Patienten bewegungs- und belastungsabhängige Beschwerden mit Ausstrahlung in die Beine. Typischerweise ist die Gehstrecke deutlich vermindert, während der Patient z.B. uneingeschränkt Radfahren kann. Dies kommt dadurch zustande, dass durch das Nachvornebeugen auf dem Fahrrad der Wirbelkanal entlastet wird. Beim aufrechten Gehen kommt es jedoch zu einer Verengung des Wirbelkanals in der Folge, so dass sich der Patient nach kurzer Zeit setzen muss (Claudicatio spinalis), um seine Schmerzen zu lindern. Oft berichten auch die Patienten von der bewussten Schonhaltung im Sinne eines Nachvornebeugens des Oberkörpers. Bei stärkerer Einengung des Wirbelkanals kann es zu Taubheits- oder Kribbelgefühlen in den Beinen bis hin zu Lähmungserscheinungen oder auch Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung kommen. Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach der Ausprägung der Enge und sind vielfältig. Symptomatisch können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente sowie physikalische Therapie und spezielle krankengymnastischen Übungen (entlordosierende Übungen) oft eine deutliche Ver­besserung der Symptomatik erbringen. Darüber hinaus helfen Infiltrationen, die in der Regel direkt in den Wirbelkanal gegeben werden, ergänzt von speziellen Miedern oder Orthesen, die entlordosieren. Nur in seltenen Fällen, bei Versagen der konservativen Therapie, ist eine operative Erweiterung des Spinalkanals notwendig.

Prof. Utzschneider ist Expertin für Infiltrationen im Bereich des Wirbelkanales und berät Sie gerne zu den vielfältigen Therapiemöglichkeiten Ihres Wirbelsäulenleidens.

Wirbelgleiten
Spondylolisthesis

Unter einer sogenannten Sponylolisthesis (Wirbelgleiten) versteht man einen instabilen Abschnitt im Bereich der Wirbelsäule, bei dem es zur Verschiebung zweier benachbarter Wirbelkörper kommt. Dabei schiebt sich meistens der obere Wirbelkörper nach vorne (Antero- oder Ventrolisthesis), im seltenen Fall nach hinten (Retrolisthesis). Zu unterscheiden sind hierbei angeborene von erworbenen Formen, die verschleißbedingt, traumatisch oder postoperativ bedingt sein können. Die Beschwerden richten sich nach dem Schweregrad des Wirbelgleitens. In vielen Fällen besteht ein Rückenschmerz. Es kann jedoch auch bei höhergradigen Ausprägungen zu einseitigen oder beidseitigen Beinschmerzen (Lumboischialgie) kommen. Dieser Schmerz kann auch von Taubheitsgefühlen oder Kribbelgefühlen bis hin zu Lähmungen oder Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung begleitet sein. Dies tritt immer dann auf, wenn entsprechende Nerven beim Austreten aus dem Rückenmark bedrängt werden. Darüber hinaus kann auch eine verminderte Gehstrecke auffallen, der Patient muss sich setzen, um seinen Beinschmerz zu bessern.

Die Therapie richtet sich nach den Beschwerden des Patienten. In vielen Fällen führt eine Kombination aus Schmerzmitteln, physikalischer Therapie sowie gezielten krankengymnastischen Übungen zu einer relevanten Beschwerdebesserung. Ergänzt können diese werden von wirbelsäulennahen Infiltrationen und auch Orthesen (Miederbehandlung). Nur bei Versagen aller konservativen Therapiemaßnahmen sollte eine operative Therapie in Erwägung gezogen werden. Diese muss auf den Patienten individuell zugeschnitten werden und ist vom Ausmaß des Wirbelgleitens sowie den klinischen Beschwerden und radiolo­gischen Befunden abhängig.

Prof. Utzschneider hat langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Wirbelsäulenorthopädie und sucht die passende, maßgeschneiderte Behandlung für Sie aus.

Wirbelsäulenver­krümmung
Skoliose

Unter Skoliose versteht man eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule, wobei es zu einer seitlichen Verbiegung mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelkörper kommt. Je nach Krümmungsmustern und Abschnitt der Wirbelsäule unterscheidet man Skoliosen im Bereich der Brustwirbelsäule (thorakale Skoliose), Krümmung im Bereich von Brust- und Lendenwirbelsäule (Thorakolumbalskoliose) und Lumbalskoli­ose (Krümmung im Bereich der Lendenwirbelsäule). Die Skoliose kann angeboren oder, wie in den meisten Fällen, erworben sein.

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Rundrücken
Kyphose

Als Kyphose wird in der Seitansicht eine zu stark gekrümmte Wirbelsäule bezeichnet (auch Rund­rücken oder Buckel genannt). Diese ist meist im Bereich der Brustwirbelsäule lokali­siert, in seltenen Fällen kann dies auch im Bereich der Lenden- oder Halswirbelsäule auftreten. Meist liegen als Ursache für eine Kyphose eine schwache Muskulatur und eine Haltungs­schwäche zugrunde. Wachstumsbedingte Kyphosen wie der Morbus Scheuermann oder auch entzündlich bedingte Kyphosen wie der Morbus Bechterew müssen jedoch ausgeschlossen werden. Unterschieden wird zwischen einer flexiblen Kyphose, bei der es prinzipiell noch möglich ist, sich aktiv auszurichten und einer rigiden Kyphose, die kontrakt ist. Aufgrund der Fehlhaltung kommt es typischerweise zu belastungsab­hängigen Rückenschmerzen, die Patienten fallen zusätzlich durch die vermehrte Rundrückenbildung auf. Neben einer umfassenden und körperlichen Untersuchung gibt die 4-D-Wirbelsäulenvermessung genaue Auskunft, wie ausgeprägt die Kyphose ist. Ergänzt kann diese darüber hinaus noch von einer Röntgen-Wirbelsäulenganzaufnahme werden. Gerade bei älteren Patienten sind Grunderkrankungen wie eine zugrundelie­gende Osteoporose auszuschließen und zu therapieren, um den weiteren Verlauf einer Kyphose günstig zu beeinflussen.

Im Vordergrund der Therapie stehen konservative Therapiemaßnahmen mit kranken­gymnastischer Behandlung und Muskelaufbau. Nur in seltenen Fällen ist eine Orthe­sen- oder Korsettbehandlung erforderlich, in den wenigsten Fällen ist eine operative Therapie angezeigt.

Prof. Utzschneider, Fachärztin für Orthopädie in München, hilft Ihnen dabei, bei einem Rundrücken (Kyphose) eine adäquate Therapie zu finden, damit sie schnell beschwerdefrei werden.