ÖFFNUNGSZEITEN
MO - FR
08:00 - 19:00 UHR

NACH VEREINBARUNG

Wirbelsäule

Die Wirbelsäule, bestehend aus Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, stellt nicht nur die knöcherne Mitte des Körpers dar, sondern auch das zentrale Achsorgan des Menschen. Zudem umhüllt die Wirbelsäule das im Wirbelkanal liegende Rückenmark mit zahlreichen Nerven, die vor allem für Gefühl und Motorik verantwortlich sind und die Bewegung von Armen und Beinen überhaupt erst ermöglichen. Probleme im Bereich der Wirbelsäule sind mannigfaltig und reichen von schmerzhaften, sehr unangenehmen, wenn auch harmlosen, muskulären Verspannungen im Nacken- oder Lendenbereich bis hin zu Verschleißerscheinungen der Bandscheiben (Osteochondrose) oder der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenkarthrose), Bandscheibenvorfällen oder der Verengung des Wirbelkanales (Spinalstenose). Neben einer ausführlichen Anamnese und einer umfassenden körperlichen Untersuchung kann eine strahlungsfreie 4D-Wirbelsäulenvermessung helfen, die Ursache für die Beschwerden zu erkennen.

Prof. Utzschneider, Orthopädin in München, hat sich auf die Differentialdiagnostik der Wirbelsäule spezialisiert und wendet ein auf den Patienten individualisiertes Behandlungskonzept bei Wirbelsäulenleiden an.

Nackenschmerz

Als Hauptursache für den Nackenschmerz wird eine Überlastung der Nacken-, Schulter- oder Rückenmuskulatur, insbesondere der tiefen Rückenmuskulatur (autochthone Rückenmuskulatur), sowie Haltungsprobleme gesehen. Die komplexe Anatomie der Halswirbelsäule sowie der angrenzenden Muskulatur macht den Nacken umso anfälliger für Störungen, welche in der Regel zu akuten oder chronischen Schmerzen, ggf. Bewegungseinschränkungen und Muskelverhärtungen führen können. Monotone Schonhaltungen oder einseitige Belastungen führen schnell zu verkürzten und verhärteten Muskeln. Schon eine geringe Zusatzbelastung, z.B. eine Sonderschicht am Computer, ein Luftzug oder auch sonstiger Stress, können zu einer Dysbalance führen, die Schmer­zen und weitere Fehlhaltungen hervorruft. Zudem können eine vermehrte Abnutzung der Wirbelgelenke (Facettengelenksarthrose) oder der Bandscheibe (Osteochondrose, Bandscheibenvorfall) zu chronischen Problemen im Bereich des Nackens führen. Nackenschmerzen führen zu muskulären Verspannungen, die bis in den Hinterkopf ziehen können oder auch in den Schulter- oder Brustwirbelbereich. Zudem geben manche Patienten Schwindel an. Kommt es zu Nervenirritationen im Bereich der Halswirbelsäule, kann es zu ausstrahlenden Schmerzen im Bereich der Arme, Hände und Finger kommen (Cervicobrachialgie). Dies kann bis zu Taubheits- oder Kribbelgefühl sowie Lähmungserscheinungen führen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Hier muss eine akute banale Muskelverspannung von einem ernsthaften Problem unterschieden werden. Zum Einsatz kommen nach einer ausführlichen Diagnostik mittels Untersuchung und ggf. auch Kernspintomographie (MRT), Schmerzmittel, Injektionen, physikalische Therapie (Wärmeanwendungen, Elektrotherapie) und Physiotherapie sowie Akupunktur. Langfristig ist auf einen gesunden, individualisierten Muskelaufbau sowie den Umbau des Arbeitsfeldes (PC-Arbeit) oder die Anpassung von Sportarten zu achten. Nur im seltenen Fall muss bei Versagen der konservativen Therapie eine, in der Regel, minimalinvasive Operation im Bereich der Halswirbelsäule vorgenommen werden.

Prof. Utzschneider, Facharzt für Orthopädie in München, führt gerne bei Nackenschmerzen eine individuelle Diagnostik durch und bietet Ihnen ein maßgeschneidertes Therapiekonzept an.

Rückenschmerz
Lumbago

Rückenschmerzen kommen im Bereich der Lendenwirbelsäule deutlich gehäuft vor (Kreuzschmerzen, Lumbalgie, Lumbago, LWS-Syndrom) im Vergleich zur Brustwirbelsäule. Die Ursachen sind mannigfaltig. Es bedarf der genauen Abklärung und genauen Diagnostik durch den Spezialisten, was ursächlich für die jeweiligen Beschwerden ist. Vor allem regelmäßiges Heben schwerer Gewichte oder einseitige Körperarbeit führen zu einer Mehrbelastung der Bandscheiben oder Wirbelgelenke, genauso wie langes Sitzen. Meist handelt es sich um chronische Vorgänge, die zu einer Abnutzung zum einen der Wirbelgelenke (Facettengelenksarthrose) und zum anderen der Bandscheiben (Osteochondrose Bandscheibenprotrusion, Bandscheibenprolaps) führen. Als weitaus seltenere Ursachen kommen neben osteoporotischen und nicht osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen auch angeborene Fehlstellungen, Entzündungen oder Tumore als Ursache in Frage. Davon unabhängig können auch Erkrankungen der inneren Organe (z.B. Gallenkoliken, Magen- oder Darmgeschwüre, Rippenfellentzündungen, Lungenembolien) Rückenschmerzen verursachen. Akut auftretende Beschwerden im Brustwirbelsäulenbereich sind bewegungs- und oft auch atemabhängige, manchmal gürtelförmige Beschwerden, die sehr schmerzhaft sein können. Schießen die Schmerzen weiter unten im Bereich der Lendenwirbelsäule ein, so spricht man vom sogenannten Hexenschuss (Lumbago). Wichtig zu unterscheiden ist hier eine lokale Schmerzsymptomatik von der ausstrahlenden Schmerzsymptomatik (Ischialgie). Die Schmerzen zeichnen dann in ihrer Ausprägung den Verlauf eines einzelnen aus dem Rückenmark austretenden Nerv nach. Weiterhin kann es bei größeren Beeinträchtigungen des Nerven auch zu Taubheits- und Kribbelgefühlen bis hin zu Lähmungserscheinungen sowie in seltenen Fällen auch einer Beeinträchtigung von Blasen- und Darmentleerung kommen. Nach einer entsprechenden, ausführlichen Untersuchung mit genauer Erhebung der Krankheitsgeschichte sowie Zusatzuntersuchungen (4D-Wirbelsäulenvermessung Röntgen, MRT) muss die Therapie individuell auf den Patienten zugeschnitten werden. Als primäre Maßnahmen werden Schmerzmittel, Infiltrationen sowie physikalische Therapie (Kälte-, Wärmetherapie, Elektrotherapie) verordnet. Diese werden oft durch Krankengymnastik, manueller Therapie sowie Massage ergänzt. Bei chronischen Rückenbeschwerden zeigen die Akupunktur sowie geeignete gymnastische Übungen (Rückenschule) und Ausgleichssport gute Therapiemöglichkeiten. Auch wirbelsäulennahe und röntgengesteuerte Injektionen stellen für den Patienten eine ergänzende Therapie dar, die stets individuell angepasst werden muss. Lähmungserscheinungen gelten als Notfall, hier ist schnellstes Handeln erforderlich, um eine dauerhafte Schädigung des Nerven zu vermeiden.

Prof. Utzschneider berät Sie gerne individuell als erfahrene Orthopädin in München, auch bei langjährigen Rückenschmerzen, und erarbeitet einen personalisierten Therapieplan für Sie.

Ischiasschmerz
Lumboischialgie

Untern dem sogenannten Ischiasschmerz versteht man eine Reizung des Nervus ischiadicus, der bei Dehnung des entsprechenden Nerves verstärkt wird. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig. Der Nerv verläuft vom Rückenmark bis ins Bein bzw. in die Zehen, so dass die Schmerzsymptomatik ebenfalls bis zum äußersten Fuß ausstrahlen kann. Typisch für den Ischiasschmerz oder auch eine Lumboischialgie sind Schmerzen im unteren Rückenbereich (LWS), die bis in die Beine oder Zehen ausstrahlen können und sich beim Niesen, Husten oder Pressen verstärken können. Begleitet können diese Beschwerden von Gefühlsstörungen, Kribbelgefühlen oder Lähmungen sein bis hin zu Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung. Die Ursachen reichen von harmlosen muskulären Verspannungen, blockierten Wirbelkörpern, dem sogenannten Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), einer Facettengelenksarthrose (Arthrose der kleinen Wirbelgelenke, Spondylarthrose) über eine Bandscheibenvorwölbung (Bandscheibenprotrusion) bis hin zum Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps), oder einer Verengung des Wirbelkanals (Spinalstenose.

Die Therapie richtet sich streng nach der Ursache für den Ischiasschmerz. In der Regel ist hier neben einer genauen Erhebung der Krankengeschichte und einer eingehenden Untersuchung auch eine weitere Bildgebung (meistens MRT, Kernspintomographie) notwendig, um die Ursache abzuklären. Symptomatisch helfen Schmerzmittel, Muskelrelaxantien und ggf. Infiltrationen), genauso wie physikalische Therapie und Krankengymnastik sowie Akupunktur. Nur bei Versagen der konservativen Therapie wird eine operative Intervention, meistens minimalinvasiv, notwendig. Bei Auftreten von Lähmungen oder Störungen der Blasen- oder Darmentleerung muss in der Regel eine notfallmäßige Operation durchgeführt werden, um eine Langzeitschädigung zu verhindern.

Prof. Utzschneider erkennt als Orthopädin und Expertin auf dem Gebiet der Wirbelsäulenerkrankungen Ihr persönliches Problem und arbeitet für Sie eine maßgeschneiderte Behandlungsmethode aus.

Bandscheibenvorfall
Banddscheiben­prolaps
BSP
Discusprolaps
Diskushernie

Ein Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps, BSB, Diskushernie, Diskusprolaps) muss grundsätzlich von einer Bandscheibenprotrusion (leichte Vorwölbung) unterschieden werden. Durch Überlastung oder Fehlbelastung kommt es relativ früh im Leben zur Vorschädigung der Bandscheiben, das Haupterkrankungsalter liegt zwischen 30 und 40 Jahren. Die Bandscheibe besteht aus einem faserigen Ring und einem gallertartigen Kern. Durch Verschleiß kommt es zum Aufreißen des äußeren Faserrings sowie zum deutlichen Wasserverlust und Austrocknen des inneren Band­scheibenanteils. Wölbt sich die Bandscheibe lediglich in den Wirbelkanal, spricht man von Bandscheibenprotrusion oder Vorwölbung. Tritt der gallertartige Kern aus, spricht man vom Bandscheibenvorfall. Die meisten Bandscheibenvorfälle treten im Bereich der Lendenwirbelsäule, gefolgt von der Halswirbelsäule auf, Bandscheibenvorfälle im Bereich der Brustwirbelsäule gelten als äußerst selten. Bandscheibenvorfälle können klinisch stumm und somit ein Zufallsbefund, z.B. im Rahmen einer durchgeführten Kernspintomographie, sein. Wichtig ist es, die Symptome des Patienten und nicht die bildgebenden Befunde zu behandeln. Typischerweise verursachen Bandscheibenvorfälle Rückenschmerzen meist mit Ausstrahlung in die Beine oder im Bereich der Halswirbelsäule in die Arme. Zusätzlich kann es bei Druck auf den entsprechenden Nerven zu Kribbelgefühlen, Taubheitsgefühl bis hin zu Lähmungserscheinungen kommen. Dies kann bis zu einem Querschnittssyndrom oder auch einer Harn- oder Stuhlinkontinenz sowie einer sogenannten Reithosenanästhesie führen. Bei Lähmungserscheinungen berichten die Patienten auch über ein Stolpern oder Schwierigkeiten beim Treppensteigen.

Viele Bandscheibenvorfälle können konservativ, ohne Operation, gut behandelt werden. Hierzu zählen Schmerzmittel sowie Infiltrationen Injektion an die Nervenwurzel (PRT, periradikuläre Therapie), Akupunktur und physikalische Therapie. Diese werden in der Regel ergänzt durch krankengymnastische Übungsbehandlung, manuelle Therapie und Massage sowie langfristig Muskelaufbau. Nur bei bleibenden Beschwerden unter den beschriebenen Therapiemaßnahmen bzw. bei Auftreten einer Lähmung ist eine Operation indiziert.

Prof. Utzschneider ist auf die Therapie von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert und berät Sie gerne individuell zu Ihrem persönlichen Problem.

Wirbelgelenks­arthrose
Facettengelenks­arthrose

Durch chronische Überlastungen kommt es zu verschleißbedingten Veränderungen im Bereich der sogenannten kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke, Wirbelbogengelenke). Diese chronische Überlastung kommt vor allem im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule vor. Bei chronischer Mehrbelastung der Wirbelgelenke kommt es zu deren Abnutzung, es entsteht eine Arthrose, ein Gelenkverschleiß dieser Gelenke. Bewegungs- und belastungsabhängige Beschwerden (Anlaufschmerz) sowie Schmerzen z.B. beim Bücken sind typisch für die Facettengelenke. Durch eine Vergrößerung bzw. Verbreiterung dieser Wirbelgelenke kann es zu einer Einengung der im Wirbel­kanal verlaufenden Nerven bzw. des Rückenmarks kommen, was letztendlich auch zu einer ausstrahlenden Symptomatik im Sinne von Schmerzen in den Armen oder Beinen führen kann (Spinalstenose). Symptomatisch können Facettengelenksarthrosen gut mit gezielten, röntgenbasierten Infiltrationen und physikalischer Therapie behandelt werden. Gezielte Injektionen direkt in die Facettengelenke bzw. eine Denervierung dieser Wirbelgelenke (Thermokoagulation) kann die Beschwerden erheblich bessern oder komplette Schmerzfreiheit bringen. Nur in seltenen Fällen wird eine Arthrose der Wirbelgelenke operativ angegangen.

Prof. Utzschneider  kennt sich mit dem gesamten Spektrum der konservativen Behandlungsformen von Wirbelsäulenerkrankungen bestens aus und ist Expertin für Wirbelsäuleninfiltrationen.

Bandscheiben­verschleiß
Osteochondrose

Bei der Osteochondrose handelt es sich vor allem um eine Verschleißerkrankung der Bandscheiben, begleitet vom Verschleiß der angrenzenden Wirbelkörper. Die Bandscheiben verlieren im Lauf des Lebens ihre Form und Elastizität, so dass es zu einer damit einhergehenden Höhenminderung der Bandscheibe zwischen zwei Wirbelkörpern kommen kann. Die Beschwerden bei der Osteochondrose sind höchst unterschiedlich und reichen von einem Zufallsbefund auf dem Röntgenbild oder der kernspintomographischen Aufnahme bis hin zu stärksten ausstrahlenden Schmerzen in die Beine. Oft kommt es zu reinen tiefsitzenden Rückenschmerzen. Drückt die Formveränderung in Richtung einer Nervenwurzel bzw. führt diese zur Verengung des Rückenmarkskanals, kommt es zu ausstrahlenden Schmerzen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervs, d.h. im Bereich der Lendenwirbelsäule zur Ausstrahlung des Schmerzes in die Beine, im Bereich der Halswirbelsäule zur Ausstrahlung des Schmerzes in die Arme, Hände, Finger. Eine Osteochondrose ist in der Regel eine verschleißbedingte, degenerative Veränderung, die nicht rückgängig gemacht werden kann. Symptomatisch helfen Schmerzmittel sowie Infiltrationen und physikalische Therapie mit Kälte- oder Wärmeanwendungen und Elektrotherapie. Diese werden oft von krankengymnastischen Übungsbehandlungen, manueller Therapie sowie Massagen und ggf. auch Akupunktur begleitet. Nur bei Versagen der konservativen Therapie muss dem betroffenen Patienten ein auf ihn abgestimmtes operatives Vorgehen empfohlen werden. Dieses kann die Entfernung von Gewebe sein, das auf einen austretenden Nerv drückt oder eine versteifende Operation bis hin zu einer Bandscheibenprothese.

Prof. Utzschneider, Facharzt für Orthopädie, ist eine erfahrene Spezialistin für die Behandlung Ihres Rückenschmerzes in München. Nach einer Problemanalyse unterbreitet Sie Ihnen individualisierte Behandlungsoptionen, um baldmöglichst Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Wirbelkanal­verengung
Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose ist eine Verengung des Rückenmark- oder Wirbelkanals und wird deshalb als Spinalkanal- oder Wirbelkanalstenose bezeichnet. Die Ursachen hierfür sind meistens verschleißbedingte Veränderungen der angrenzenden Wirbelkörper, Wirbelgelenke oder auch Bandscheiben. Letztendlich kann jedoch jede andere Ursache wie eine Einblutung, Entzündung oder auch ein Tumor zu den gleichen Beschwerden und einer Einengung des Wirbelkanals führen. Meistens beklagen die Patienten bewegungs- und belastungsabhängige Beschwerden mit Ausstrahlung in die Beine. Typischerweise ist die Gehstrecke deutlich vermindert, während der Patient z.B. uneingeschränkt Radfahren kann. Dies kommt dadurch zustande, dass durch das Nachvornebeugen auf dem Fahrrad der Wirbelkanal entlastet wird. Beim aufrechten Gehen kommt es jedoch zu einer Verengung des Wirbelkanals in der Folge, so dass sich der Patient nach kurzer Zeit setzen muss (Claudicatio spinalis), um seine Schmerzen zu lindern. Oft berichten auch die Patienten von der bewussten Schonhaltung im Sinne eines Nachvornebeugens des Oberkörpers. Bei stärkerer Einengung des Wirbelkanals kann es zu Taubheits- oder Kribbelgefühlen in den Beinen bis hin zu Lähmungserscheinungen oder auch Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung kommen. Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach der Ausprägung der Enge und sind vielfältig. Symptomatisch können schmerz- und entzündungshemmende Medikamente sowie physikalische Therapie und spezielle krankengymnastischen Übungen (entlordosierende Übungen) oft eine deutliche Ver­besserung der Symptomatik erbringen. Darüber hinaus helfen Infiltrationen, die in der Regel direkt in den Wirbelkanal gegeben werden, ergänzt von speziellen Miedern oder Orthesen, die entlordosieren. Nur in seltenen Fällen, bei Versagen der konservativen Therapie, ist eine operative Erweiterung des Spinalkanals notwendig.

Prof. Utzschneider ist Expertin für Infiltrationen im Bereich des Wirbelkanales und berät Sie gerne zu den vielfältigen Therapiemöglichkeiten Ihres Wirbelsäulenleidens.

Wirbelgleiten
Spondylolisthesis

Unter einer sogenannten Sponylolisthesis (Wirbelgleiten) versteht man einen instabilen Abschnitt im Bereich der Wirbelsäule, bei dem es zur Verschiebung zweier benachbarter Wirbelkörper kommt. Dabei schiebt sich meistens der obere Wirbelkörper nach vorne (Antero- oder Ventrolisthesis), im seltenen Fall nach hinten (Retrolisthesis). Zu unterscheiden sind hierbei angeborene von erworbenen Formen, die verschleißbedingt, traumatisch oder postoperativ bedingt sein können. Die Beschwerden richten sich nach dem Schweregrad des Wirbelgleitens. In vielen Fällen besteht ein Rückenschmerz. Es kann jedoch auch bei höhergradigen Ausprägungen zu einseitigen oder beidseitigen Beinschmerzen (Lumboischialgie) kommen. Dieser Schmerz kann auch von Taubheitsgefühlen oder Kribbelgefühlen bis hin zu Lähmungen oder Problemen bei der Blasen- oder Darmentleerung begleitet sein. Dies tritt immer dann auf, wenn entsprechende Nerven beim Austreten aus dem Rückenmark bedrängt werden. Darüber hinaus kann auch eine verminderte Gehstrecke auffallen, der Patient muss sich setzen, um seinen Beinschmerz zu bessern.

Die Therapie richtet sich nach den Beschwerden des Patienten. In vielen Fällen führt eine Kombination aus Schmerzmitteln, physikalischer Therapie sowie gezielten krankengymnastischen Übungen zu einer relevanten Beschwerdebesserung. Ergänzt können diese werden von wirbelsäulennahen Infiltrationen und auch Orthesen (Miederbehandlung). Nur bei Versagen aller konservativen Therapiemaßnahmen sollte eine operative Therapie in Erwägung gezogen werden. Diese muss auf den Patienten individuell zugeschnitten werden und ist vom Ausmaß des Wirbelgleitens sowie den klinischen Beschwerden und radiolo­gischen Befunden abhängig.

Prof. Utzschneider hat langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Wirbelsäulenorthopädie und sucht die passende, maßgeschneiderte Behandlung für Sie aus.

Wirbelsäulenver­krümmung
Skoliose

Unter Skoliose versteht man eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule, wobei es zu einer seitlichen Verbiegung mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelkörper kommt. Je nach Krümmungsmustern und Abschnitt der Wirbelsäule unterscheidet man Skoliosen im Bereich der Brustwirbelsäule (thorakale Skoliose), Krümmung im Bereich von Brust- und Lendenwirbelsäule (Thorakolumbalskoliose) und Lumbalskoli­ose (Krümmung im Bereich der Lendenwirbelsäule). Die Skoliose kann angeboren oder, wie in den meisten Fällen, erworben sein. Da bei den meisten Skolioseformen die Ursache unbekannt ist, werden sie als „idiopathisch“ bezeichnet. Unterschieden werden muss zwischen einer Skoliose am wachsenden Skelett und einer Skoliose im Erwachsenenalter. Im Erwachsenenalter lässt sich die Ursache zwar nicht mehr be­heben bzw. der Krümmungsradius nicht mehr verbessern ohne Operation, die Begleiterscheinungen wie Schmerzen, Muskelverspannungen usw. lassen sich jedoch immer noch mit konservativen Therapiemethoden behandeln. Abzugrenzen sind davon Fehlbildungsskoliosen, Wirbelkörperfehlbildungen, neuro­pathische Skoliosen bei Muskel- oder Nervenerkrankungen (z.B. bei Cerebralparese, Muskeldystrophien, Poliomyelitis, Skoliose bei Systemerkrankungen wie Skelettdys­plasie, Neurofibromatose, Arthrogryposis multiplex congenita. Auch durch eine Bein­längendifferenz kann es zu einer sogenannten sekundären statischen Skoliose kommen und auch durch einseitigen Verschleiß im Bereich der Wirbelsäule kann es zur soge­nannten degenerativ bedingten Skoliose kommen. Klinisch ist oft zu erkennen ein Höhenunterschied der Schultern oder Schulterblätter, ein schiefes Becken, vermeintliche Beinlängendifferenzen oder ein einseitiger Rip­penbuckel. Neben einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung hilft die 4-D-Wir­belsäulenvermessung sowie eine Wirbelsäulenganzaufnahme, die Skoliose genauer zu diagnostizieren. Konservative Therapiemöglichkeiten stehen bei den meisten Fäl­len im Vordergrund, geführt von Physiotherapie. Eine begleitende Korsettbehandlung bleibt in der Regel dem Patienten im Wachstumsalter vorbehalten. In seltenen Fällen muss die Skoliose auch operativ behandelt werden.

Prof. Utzschneider, Orthopädin in München, hat sich bereits vor vielen Jahren auf die Behandlung von kindli­chen Skoliosen und Skoliosen bei Erwachsenen spezialisiert und bringt auf diesem Gebiet viel Er­fahrung mit, um Sie individuell bei einer Skoliose beraten zu können.

Rundrücken
Kyphose

Als Kyphose wird in der Seitansicht eine zu stark gekrümmte Wirbelsäule bezeichnet (auch Rund­rücken oder Buckel genannt). Diese ist meist im Bereich der Brustwirbelsäule lokali­siert, in seltenen Fällen kann dies auch im Bereich der Lenden- oder Halswirbelsäule auftreten. Meist liegen als Ursache für eine Kyphose eine schwache Muskulatur und eine Haltungs­schwäche zugrunde. Wachstumsbedingte Kyphosen wie der Morbus Scheuermann oder auch entzündlich bedingte Kyphosen wie der Morbus Bechterew müssen jedoch ausgeschlossen werden. Unterschieden wird zwischen einer flexiblen Kyphose, bei der es prinzipiell noch möglich ist, sich aktiv auszurichten und einer rigiden Kyphose, die kontrakt ist. Aufgrund der Fehlhaltung kommt es typischerweise zu belastungsab­hängigen Rückenschmerzen, die Patienten fallen zusätzlich durch die vermehrte Rundrückenbildung auf. Neben einer umfassenden und körperlichen Untersuchung gibt die 4-D-Wirbelsäulenvermessung genaue Auskunft, wie ausgeprägt die Kyphose ist. Ergänzt kann diese darüber hinaus noch von einer Röntgen-Wirbelsäulenganzaufnahme werden. Gerade bei älteren Patienten sind Grunderkrankungen wie eine zugrundelie­gende Osteoporose auszuschließen und zu therapieren, um den weiteren Verlauf einer Kyphose günstig zu beeinflussen.

Im Vordergrund der Therapie stehen konservative Therapiemaßnahmen mit kranken­gymnastischer Behandlung und Muskelaufbau. Nur in seltenen Fällen ist eine Orthe­sen- oder Korsettbehandlung erforderlich, in den wenigsten Fällen ist eine operative Therapie angezeigt.

Prof. Utzschneider, Fachärztin für Orthopädie in München, hilft Ihnen dabei, bei einem Rundrücken (Kyphose) eine adäquate Therapie zu finden, damit sie schnell beschwerdefrei werden.