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Hüfterkrankungen im Wachstum

Die spezifischen Krankheitsbilder sind in der Regel alters- und geschlechtsabhängig und reichen von banalen Wachstumsschmerzen zu kinderorthopädischen Notfällen. Die Kinder fallen oft auf durch ein Hinken oder eine Schonhaltung (bei Hüftschnupfen/Coxitis fugax, Morbus Perthes, Epiphysiolysis capitis femoris), begleitet von Leisten-/Hüftschmerzen und öfters noch Knieschmerzen. Auffälligkeiten des Gangbildes (Innenrotationsgang, Innendrehgang) sind weitere häufige Gründe für eine Vorstellung beim Kinderorthopäden. Nur der erfahrene Spezialist kann zwischen harmlosen Normvarianten und echten kinderorthopädischen Erkrankungen durch eine gezielte Untersuchung und Diagnostik unterscheiden.

Prof. Utzschneider bringt viel Erfahrung auf dem Gebiet kindlicher Erkrankungen der Hüfte mit und nutzt kindgerechte Verfahren für die Diagnosestellung sowie, falls nötig, modernste Therapiemöglichkeiten. Die erfahrene Kinderorthopädin geht dabei besonders auf die individuellen Bedürfnisse der kleinen Patienten ein.

Hüftschnupfen
Coxitis fugax

Die harmlose Erkrankung des „Hüftschnupfens“ betrifft in der Regel Kleinkinder bis hin zum Grundschulalter, die meist nach einem vorausgegangenen grippalen Infekt plötzlich hinken. Das betroffene Bein ist nicht mehr belastbar. Teilweise werden zusätzlich unspezifische Schmerzen angegeben. Die meist zwischen 3 und 8 Jahren auftretende Erkrankung ist die häufigste Ursache für Hüftschmerzen in diesem Alter. Die genaue Ursache für einen Hüftschnupfen ist nach wie vor unklar. In der Regel geht ein viraler Infekt voraus. Dadurch schwillt das Hüftgelenk an. Es bildet sich ein schmerzhafter Gelenkerguss (zu viel Flüssigkeit im Gelenk). Wichtig ist, ernste Erkrankungen, wie eine Durchblutungsstörung des Hüftkopfes/Morbus Perthes oder eine bakterielle Gelenkentzündung davon zu unterscheiden, was durch eine gezielte Anamnese, klinische Untersuchung, Erheben der Entzündungswerte im Blut sowie eine einfache Ultraschalluntersuchung der Hüfte ohne jegliche Nebenwirkung, möglich ist. Ob in manchen Fällen weitere Untersuchungen, wie z.B. ein Röntgenbild notwendig sind, muss der erfahrene Spezialist festlegen.

Die Kinderorthopädin, Prof. Utzschneider, hat große Erfahrung mit Hinken im Kindesalter und hilft Ihrem Kind, schnellstmöglichst wieder gesund zu werden.

Durchblutungsstör­ung des Hüftkopfes
Morbus Perthes

Aus ungeklärter Ursache kommt es zu einer Durchblutungsstörung des Hüftkopfknochens (Hüftkopfnekrose), vor allem bei Jungen im Alter zwischen 4 und 8 Jahren. Die Kinder fallen primär durch ein ausgeprägtes Schonhinken auf, ergänzt von Knie- oder Oberschenkelschmerzen und einer Einschränkung der Beweglichkeit des betroffenen Hüftgelenks. Neben einer gezielten Anamnese und klinischen Untersuchung sowie einem schmerzlosen und nebenwirkungsfreien Ultraschall ist eine Röntgenuntersuchung notwendig, um die Diagnose stellen zu können. Im Frühstadium des Morbus Perthes bleibt das Röntgenbild unauffällig, hier sollte dann eine MRT/Kernspintomographie durchgeführt werden. Die Erkrankung selbst heilt nach 2 – 4 Jahren selbstlimitierend aus, wobei der Ausheilungszustand höchst unterschiedlich sein kann. Das Ziel der stets individuell festzulegenden Therapie beim Morbus Perthes ist, ein bestmögliches Zusammenpassen zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne zu erreichen (Prinzip des Containments). Je nach Schweregrad des Morbus Perthes reicht eine konservative Therapie (z.B. mit Sportpause, Physiotherapie) aus. In manchen Fällen und mit steigendem Alter des Kindes müssen knöcherne Operationen am Becken (Beckenosteotomie) oder Oberschenkel (femorale Umstellungsosteotomie) vorgenommen werden, um eine bestmögliche Ausheilung zu erreichen. Nur der erfahrene Kinderorthopäde kann eine differenzierte Therapie des Morbus Perthes begleiten und diese individuell nach Symptomen des Patienten, Patientenalter, Erkrankungsverlauf und Schweregrad der Erkrankung festlegen.

Prof. Utzschneider, Ihre Spezialistin für Kinderorthopädie, legt mit Ihnen zusammen eine maßgeschneiderte Therapie bei Morbus Perthes fest und begleitet Sie und Ihr Kind während der gesamten Erkrankung.

Jugendlicher Hüftkopfabrutsch
Epiphysiolysis capitis femoris

Der Hüftkopfabrutsch (ECF, Epiphysiolysis capitis femoris) ist ein kinderorthopädischer Notfall und stellt die häufigste Hüfterkrankung im Jugendalter dar. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr, gehäuft bei Jungen, die vor allem großwüchsig und oft übergewichtig sind. Vermutlich durch eine hormonelle Störung kommt es zur Lockerung der Wachstumszone im Bereich des Hüftkopfes, so dass sich die Hüftkopfkappe (Epiphyse) vom Oberschenkelknochen ablöst. Die Symptome reichen, je nach Ausprägung und Akuität des Ereignisses von leichtem Hinken bis zur Belastungsunfähigkeit des betroffenen Beins. Oft berichten die Patienten bei der Epiphysiolysis capitis fermoris auch über uncharakteristische Knieschmerzen. Bei der Untersuchung fällt ein nach außen gedrehtes Bein auf (Drehmann-Zeichen). Eine Untersuchung durch den kinderorthopädischen Spezialisten vermeidet, dass diese schwerwiegende Erkrankung übersehen wird. Durch ein einfaches Röntgenbild kann die Diagnose gestellt werden und die Therapie sofort in die Wege geleitet werden. Unbehandelt führt die Erkrankung zu einem irreparablen Schaden des Hüftgelenks mit frühem Verschleiß (frühe Hüftgelenksarthrose). Auch kann es zu einer zeitnahen Durchblutungsstörung des Hüftkopfknochens (Hüftkopfnekrose) kommen. Konservative Therapiemöglichkeiten bestehen nicht. Es muss dringend und zeitnah operiert werden. Dabei wird der Hüftkopf fixiert, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern. Bei erheblichem Abrutsch muss die Operation erweitert werden, um Dauerschäden möglichst zu vermeiden. Das Risiko eines zweiten Abrutsches auf der anderen Seite ist enorm (20 – 40 Prozent), so dass die prophylaktische Versorgung der Gegenseite in der gleichen Operation empfohlen wird.

Die erfahrene Kinderorthopädin, Prof. Utzschneider, bietet Ihnen und Ihrem Kind kompetente Hilfe bei Verdacht auf Epiphysiolysis capitis femoris und therapiert Ihr Kind altersgerecht.

Fehlstellung des Schenkelhalses
Coxa valga et antetorta
Coxa vara

Bei der Coxa valga/Coxa valga antetorta handelt es sich mehr um eine Normvariante als ein richtiges Krankheitsbild, das häufig Anlass zum Besuch beim Kinderorthopäden gibt, aber völlig ungefährlich ist. Es handelt sich um einen zu steilen und nach vorne gedrehten Schenkelhalswinkel, der sich bis ca. zum 12. Lebensjahr in vielen Fällen komplett normalisiert. Davon abzugrenzen ist die echte Hüftdysplasie, die unbedingt einer Therapie bedarf. Die Patienten werden oft wegen eines Einwärtsdrehgangs (Innenrotationsgang) oder eines Stolperns über die eigenen Füße vorgestellt. Unterschieden werden muss die harmlose Normvariante von einem Sichelfuß oder einem Drehfehler des Unterschenkels.

Die Coxa vara (zu flacher Schenkelhalswinkel) hingegen kann angeboren oder erworben sein und stellt eine echte Erkrankung dar. Der erfahrene, spezialisierte Kinderorthopäde muss eine systemische Erkrankung ausschließen, die zu einer Verbiegung des Schenkelhalses führt, bei der der Winkel abgeflacht ist (Coxa vara). Diese Patienten fallen durch eine Gehbehinderung, ein Hinken sowie Schmerzen und einer Muskelschwäche des Beins auf. Langfristig können bleibende Schäden des betroffenen Hüftgelenks auftreten inklusive verfrühtem Gelenkverschleiß (Coxarthrose, Arthrose des Hüftgelenkes) bis hin zum Ermüdungsbruch des Hüftgelenks. Diese speziellen Krankheitsbilder gehören in die erfahrene Hand eines spezialisierten Kinderorthopäden zur Einleitung der richtigen Diagnostik (Röntgenbild, MRT) und einer individuellen Therapie.

Die erfahrende Fachärztin für Orthopädie und Kinderorthopädin, Prof. Utzschneider, untersucht Ihr Kind bei einer möglichen Erkrankung des Hüftgelenkes im Kindesalter differenziert und hilft Ihnen, die richtige Therapie zu finden.

Gangauffälligkeit
Veränderung des Gangbildes

Ein häufiger Vorstellungsgrund beim Kinderorthopäden ist ein auffälliges Gangbild, das sich akut (akuter Hüftkopfabrutsch, Epiphysiolysis capitis femoris) oder chronisch (Coxa valga, Coxa vara, Morbus Perthes) zeigen kann. Der spezialisierte Kinderorthopäde muss durch eine gezielte Erfassung der Vorgeschichte, eine klinische Untersuchung sowie klinische Ganganalyse harmlose Normvarianten (hüftbedingter Einwärtsdrehgang) von echten, dringend behandlungsbedürftigen Krankheitsbildern (Morbus Perthes, Epiphysiolysis capitis femoris, Hüftluxation) unterscheiden können. Je nach Fall ist eine ergänzende Diagnostik mittels Röntgenbilder, MRT oder zur Bestimmung von Drehfehlern im Ober- oder Unterschenkel auch ein sogenanntes Rotations-MRT notwendig. Drehfehler im Bereich des Ober- oder Unterschenkels können z.B. ursächlich für chronische Knieschmerzen/Kniescheibenschmerzen im Kindesalter verantwortlich sein. Die oft komplexen Zusammenhänge gehören in die erfahrene Hand eines darauf spezialisierten Kinderorthopäden.

Prof. Utzschneider, Facharzt für Kinderorthopädie, analysiert das Gangbild Ihres Kindes bei Auffälligkeiten und berät Sie als Expertin bezüglich einer möglichen, individuellen Therapie.