Eigenbluttherapie in der Orthopädie – wie funktioniert das?

Das eigene Blut als Medizin nutzen? Was zunächst esoterisch klingen mag, ist wissenschaftlich begründet und wird schon seit Längerem erfolgreich eingesetzt. Die sogenannte Eigenbluttherapie – in der Fachsprache PRP-Therapie genannt (PRP = „Platelet-Rich Plasma“ oder plättchenreiches Plasma oder auch ACP genannt) – kommt in der Orthopädie bei Gelenkschmerzen, Arthrose, Sehnenbeschwerden und Sportverletzungen zum Einsatz. Aber was genau steckt eigentlich hinter dieser Methode? Für wen ist sie geeignet? Und wo liegen die Grenzen?

Was ist PRP?

Unser Blut besteht aus verschiedenen Bestandteilen: Neben den roten und weißen Blutkörperchen sind das vor allem das sogenannte Plasma (= der flüssige Anteil des Blutes) und die Blutplättchen, auch Thrombozyten, genannt. Letztere spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung und Wundheilung. Sie enthalten Wachstumsfaktoren, die die Geweberegeneration anregen, Entzündungen regulieren und Heilungsprozesse beschleunigen können.

In der Eigenbluttherapie werden diese Eigenschaften genutzt, indem dem Patienten oder der Patientin eine kleine Menge Blut entnommen und in einer Zentrifuge aufbereitet wird. Dadurch werden die einzelnen Blutbestandteile aufgetrennt und es kann Plasma mit deutlich erhöhter Thrombozytenkonzentration gewonnen werden. Dieses Konzentrat wird anschließend gezielt in den betroffenen Bereich injiziert und kann so heilungsfördernd wirken.

Dieser Prozess dauert in der Regel weniger als 30 Minuten. Da ausschließlich körpereigene Stoffe genutzt werden, ist das Risiko für allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten minimal. Mögliche Nebenwirkungen beschränken sich meist auf vorübergehende Schwellungen oder leichte Schmerzen an der Einstichstelle.

QUELLE: KI-generiert (Gemini)

QUELLE: KI-generiert (Gemini)

Wann wird die Eigenbluttherapie eingesetzt?

Die PRP-Therapie ist kein Allheilmittel, aber ein gut verträgliches, minimalinvasives Verfahren, das eine konservative Behandlung in der Orthopädie sinnvoll ergänzen kann. Typische Anwendungsgebiete sind:

  • leichte bis mittelschwere Arthrose im Knie-, Hüft- oder Schultergelenk und weitere Gelenke
  • Sehnenbeschwerden wie Tennisellenbogen, Achillessehnenentzündung oder Plantarfasziitis
  • Sportverletzungen wie (Teil-)Risse von Bändern, Zerrungen oder andere Muskelverletzungen

Verschleißveränderugnen an der WirbelsäuleOb eine Eigenbluttherapie wirklich infrage kommt, sollte dabei immer individuell mit einem erfahrenen Spezialisten abgestimmt werden. In der Praxis PROF. UTZSCHNEIDER ORTHO CONCEPT besprechen Prof. Dr. med. Sandra Utzschneider und Dr. med. Tobias Riedel als Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie nach einer sorgfältigen Anamneseerhebung mit Untersuchung und Stellen einer Diagnosemit Ihnen im Detail, ob die PRP-Therapie in Ihrem konkreten Fall Abhilfe indiziert ist.

 

Fazit: Eigenbluttherapie als sinnvoller Behandlungsbaustein

Als Teil eines fundierten, gut abgestimmten Therapiekonzepts kann die Eigenbluttherapie in der Orthopädie einen wertvollen Beitrag leisten: minimalinvasiv und dank körpereigenem Material mit geringem Risiko. Entscheidend für einen nachhaltigen Behandlungserfolg ist dabei, dass das Verfahren nicht ohne viel Federlesens als Standardlösung bei allen Beschwerden eingesetzt wird, sondern nur bei entsprechender Indikation. Wenn Sie wissen möchten, ob die Methode bei Ihren Symptomen ein geeigneter Therapiebaustein sein kann, beraten Dr. med. Tobias Riedel und Prof. Dr. med. Sandra Utzschneider Sie gerne persönlich. Jetzt unkompliziert online einen Termin vereinbaren!